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ORBIS Nutzen

Der ORBIS Experter ist ein in ORBIS integriertes Expertensystem auf der Basis von ARDEN, einer Sprache zur Modellierung medizinischer Wissensbasen, die seit 1998 durch die "Health Level Seven" (HL7) betreut wird.

Unterstützung klinischer Prozesse

Der ORBIS Experter ermöglicht erstmalig Wissen aus medizinischen Wissensbasen unmittelbar zur Steuerung von medizinischen Applikationen im klinischen Alltag zu verwenden. Erfordert die klinische Anwendungssituation eine Analyse und Entscheidungsempfehlung, so können in die ORBIS Applikation einfache Checkfunktionen, schwierige Bestimmungen bis hin zu komplexen ARDEN-Expertensystemregeln eingebettet werden.

ORBIS erlaubt somit den transparenten Übergang von der Konsistenzprüfung hin zum echten "Decision Support" im Sinne einer "Embedded Content Analytics".


ORBIS Experter Nutzen und Ziele

  • Verfügbarmachen medizinischen Wissens
  • Zielführende Reaktion auf Systemereignisse (z.B. Dokumentation von Diagnosen, Aufnahme eines Patienten, etc.)
  • Aktive Unterstützung des klinischen Personals
  • Überwachung der Laborwerte und aktive Benachrichtigung der verantwortlichen Mediziner oder Pflegekräfte
    Support laufender Prozesse
  • Einschlusskriterien für Klinische Behandlungpfade
  • Kontrolle laufender Pfade durch Ausschlusskriterien
  • Austausch von Regeln zwischen Kunden durch standardisiertes, unabhängiges Format
    Regeln können von Drittanbietern bezogen werden

Arden Syntax MLMs werden dabei benutzt, um

  • Prozesse zu begleiten und Fehler vermeiden zu helfen, z.B. durch:
    - Monitoring von Laborwerten bezüglich Medikation
    - Befundwertinterpretation ("computer aided diagnosis")
    - Dosis-Empfehlungen Medikation
  • Prozesse anzustoßen und zu überwachen, z.B.
    - Klinische Behandlungpfade
    - im Rahmen von klinischen Studien

Voraussetzung:
Regeln brauchen Daten - Daten, die interpretiert werden sollen, müssen dokumentiert werden

Chance:
Eingegebene Daten müssen nicht nur aufgrund gesetzlicher Vorschriften dokumentiert werden, sondern bieten dem Benutzer einen echten medizinischen Mehrwert.

Fehlervermeidung: "Adverse Events"

Laut einer Analyse wichtiger Studien zu unerwünschten medizinischen Ereignissen ("Adverse Events") sterben in amerikanischen Krankenhäusern jährlich zwischen 44.000 und 98.000 Menschen in Folge von vermeidbaren Medikationsfehlern.

Quellen von Medikationsfehlern:Vermeidung:
  • Ärztliche Verschreibung
  • Falsch interpretierte Handschrift
  • Ausgabe der Medikamente
  • Verabreichung
"CPOE"
(Computerized Physician Order Entry)
ORBIS® OpenMed-Medikationsbaustein
Arten von Medikationsfehlern:Vermeidung:
  • Falsches Arzneimittel
  • Falsche Dosis
  • Falscher Patient
  • Falscher Verabreichungsweg
Validierung und Benachrichtigung durch "Embedded Content Analytics" (ECA)
ORBIS® Experter

(Source: Kohn LT, et al. To Err Is Human: Building a Safer Health System. Institute of Medicine, Washington, DC: National Academy Press, 2000.)

Arden Syntax for Medical Logic Modules (MLMs)

Einziges standardisiertes Wissensrepräsentationsformat speziell für medizinische regelbasierte Systeme. Seit 1998 durch die "Health Level Seven" (HL7) betreut.

Eine Wissensbasis besteht aus einzelnen "Medical Logic Modules" (MLMs)

  • Daten aus Datenbank lesen
  • Formulare erzeugen
  • Meldungen generieren

Merkmale

Regeln können:

  • vom Benutzer dynamisch hinzugefügt und modifiziert werden
  • ohne Programmieraufwand mit Applikationen verknüpft werden
  • unter Kunden ausgetauscht und gemeinsam verwendet werden
  • von Fremdanbietern bezogen werden
  • im Hintergrund prozessbegleitend laufen oder direkt in Applikationen eingebunden werden
  • Regeln erzeugen in der Regel Nachrichten, die an den Benutzer oder die Applikation gesendet werden
  • Regeln können Ergebnisse direkt in Formularen anzeigen